ÖPNV-Güteklassen in den deutschen Landkreisen und Gemeinden 2025
Dokumentation
Das auf Verkehrsplanung spezialisierte Münchner Unternehmen Plan4Better hat im Auftrag von Greenpeace die offenen Fahrplandaten der Plattform Delfi ausgewertet, auf der Verkehrsunternehmen seit 2021/2022 Informationen zu ihrem Verkehrsangebot hinterlegen müssen. Die verwendeten Daten entsprechen der Version vom 3.2.2025.
Für die Ermittlung der Güteklasse – eine Art Schulnote von A bis F – wurde zunächst die Qualität einer Haltestelle nach Art des Verkehrsmittels und Häufigkeit der Abfahrten bewertet. Je höher die Taktung und umso attraktiver die Verkehrsmittel, desto besser die Einstufung. Anschließend wurden um die Haltestellen Radien in verschiedenen Größen gelegt und mit Zensusdaten verschnitten. Je größer die Entfernung zur Haltestelle, desto niedriger die Güteklasse. Eine genaue Beschreibung der Güteklassen ist im Methodenbericht zu finden. Betrachtet wurde der Soll-Fahrplan. Spontane Ausfälle wurden nicht berücksichtigt, ebenso wie z.B. Sonderfahrpläne aufgrund akuten Fahrer:innen-Mangels, die im Laufe des Jahres in Kraft treten. Die Daten wurden bereinigt, um etwa Doppelungen oder unrealistisch häufige Abfahrten bei Bedarfsverkehren herauszufiltern.
Um ein durchschnittliches Bild des ÖPNV-Angebots zu erhalten, wurden die Daten analysiert, die den Regelfahrplan für das gesamte Jahr beinhalten, inklusive Fahrplananpassungen wie Ferienfahrpläne oder Baustellenfahrpläne. Die Herausforderung besteht darin, dass ein einzelner Stichtag möglicherweise kein repräsentatives Bild des ÖPNV-Angebots für das gesamte Jahr liefert. Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde der Fahrplan ab dem Veröffentlichungsdatum für einen Zeitraum von sechs Monaten herangezogen. Für jede Linie wurde das typische Angebot für Dienstag als statistisch üblichen Wochentag herangezogen. Es wurden alle Abfahrten an dem Tag zwischen 00:00 und 23:59 Uhr berücksichtigt. Es wurde ausschließlich der Nahverkehr berücksichtigt, darunter Busse, Straßenbahnen, Fähren, U-Bahnen, Seilbahnen sowie Regionalbahnen und S-Bahnen. Auch bedarfsgesteuerte Busangebote mit festen Fahrplänen (Rufbusse) wurden in die Analyse einbezogen. Der Fernverkehr, einschließlich InterCity (IC), InterCityExpress (ICE), EuroCity (EC) sowie FlixBus-und FlixTrain-Dienste, wurde hingegen von der Analyse nicht erfasst.
Fünf Landkreise konnten wegen unvollständiger oder fehlerhafter Daten nicht berücksichtigt werden: Bremen; Bielefeld; Mannheim; Straubing; Lippe.